Alles über die Raucherlunge und ihre Symptome

Wusstest du, dass die meisten Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern vergleichbaren Alters eine deutlich schlechtere „Puste“ haben?

Wusstest du, dass die meisten Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern gleichen Alters eine deutlich schlechtere „Puste“ haben? Vielleicht rauchst du ja schon seit vielen Jahren und weißt gar nicht, wie deine Fitness genau wäre, wenn du es gelassen hättest. Oder du merkst im Alltag Unterschiede, zum Beispiel beim Treppensteigen oder Sport. Eine typische Raucherlunge zeigt dir genau das: verminderte Leistungsfähigkeit und weniger Ausdauer.

In deiner Zigarette sind fast 4.800 Giftstoffe. ¹ Viele davon schaden der Lunge erheblich und führen zur Entwicklung einer Raucherlunge. Deine Lunge wird also permanent angegriffen. Damit du das beim Rauchen nicht direkt bemerkst, mischen die Zigarettenhersteller rund 600 Stoffe den Tabakzigaretten bei, um das Rauchen angenehmer und letztendlich „attraktiver“ zu gestalten. ²

Erinnerst du dich an deine erste Zigarette? Unangenehm, oder? Erst nach ein bis zwei Zigaretten wird durch bestimmte Zusatzstoffe in den Zigaretten der natürliche Abwehrprozess deiner Lunge verlangsamt oder gestoppt, damit du nicht permanent husten musst. Doch der Schaden an deiner Lunge schreitet fort und führt zur Raucherlunge.

Der Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege wird durch das Rauchen geschädigt. Besonders betroffen sind die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut und die Lungenbläschen, die durch den giftigen Rauch angegriffen und letztendlich sogar zerstört werden. Dadurch sorgen sie nicht mehr ausreichend für den Austausch von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff im Organismus.³ Eine Raucherlunge hat somit deutlich weniger Kapazität, Sauerstoff in den Körper zu transportieren. Als Folge davon gelangt deutlich weniger Sauerstoff in deinen Körper und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Muskelschwund können die Folgen sein.

Raucherlunge und COPD

Was bedeutet das konkret für dich? Wie merkst du als Raucher oder Raucherin, dass das Rauchen deiner Lunge schadet? Zuerst bemerkst du zum Beispiel beim Sport, dass es dir in puncto Ausdauer viel schwerer fällt, an die Leistung der anderen in deinem Alter heranzukommen. Aber auch im Alltag merkst du von Monat zu Monat oder Jahr zu Jahr, dass es dir Stück für Stück schwerer fällt, Treppen zu steigen oder Berge hochzulaufen – dir bleibt sprichwörtlich immer öfter „die Puste weg“. Mit den Jahren fällt es dir auch im Ruhezustand immer schwerer zu atmen, immer öfter musst du husten, und wenn der Krankheitsverlauf chronisch wird kannst du an Asthma oder COPD erkranken.

Die Krankheit „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ (COPD), also „Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung“, ist eine der häufigsten Krankheiten unter Rauchern. Von den 200 Millionen COPD-Patienten weltweit sind rund 90% Raucher. Bei COPD sind die Atemwege bereits sehr verengt.⁴

Was macht COPD mit dir?

Als Raucher oder Raucherin leidest du häufig unter Atemnot, vermehrtem Auswurf und chronischem Husten. COPD nimmt dir im wahrsten Sinne des Wortes zunehmend die Luft. Deine Organe werden nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt. Durch COPD hast du nun ein deutlich erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Mögliche Erscheinungsformen sind das Lungenemphysem und die chronische Bronchitis, beides führt zu einer erheblichen Schwächung des Lungensystems.

Verbesserung der Lungenfunktion: Was kannst du tun bei COPD?

Da COPD chronisch ist, ist sie behandelbar, jedoch nicht heilbar. Du musst dich darauf einstellen, dass dir wahrscheinlich ein langer Leidensweg bevorsteht. Es gibt nur eine gute Maßnahme, um eine Verschlimmerung der Erkrankung zu vermeiden: Nichtraucher werden! Am besten noch heute. Am besten jetzt!

Wenn du trotz bereits diagnostizierter COPD weiter rauchst, kann ein deutlich schlechterer Verlauf der Krankheit unterstellt werden. Zahlreiche Studien zeigen, dass es viele Vorteile mit sich bringt so schnell wie möglich mit dem Rauchen aufzuhören: Du wirst voraussichtlich deutlich seltener Verschlechterungsschübe erleben und die Gefahr, an COPD zu sterben, wird abnehmen. Aber das Beste ist: Deine Beschwerden können sich deutlich reduzieren: Du wirst wieder besser atmen und dein Raucherhusten wird weniger!

Asthma und Raucherlunge

Der Begriff Asthma stammt aus der griechischen Sprache und kann mit dem Begriff „Beklemmung“ umschrieben werden. Die Gründe für eine Asthma-Erkrankung sind allergische Reaktionen, Atemwegsinfekte, körperliche Anstrengung und Stress. Starker Husten und „pfeifender“ Atem sind erste Anzeichen, die meistens zu Atemnot führen. Die entstandene Atemwegsverengung wird durch die zunehmende Sekretion von Schleim, die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und durch Wassereinlagerung in der Bronchialschleimhaut (Ödemen) verursacht. ⁵

Wie hängen Rauchen und Asthma zusammen?

Auch bei Asthma bist du als Raucher besonders betroffen. Im Gegensatz zur COPD kann aber auch allein das Passivrauchen ein Auslöser sein. Dieser Faktor sorgt dafür, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen betroffen sein können. Somit schadest du gegebenenfalls nicht nur dir selbst, sondern auch deinem Umfeld und deinen Kindern. Dies gilt auch beim Passivrauchen in der Schwangerschaft.

Verbesserung der Lungenfunktion: Was kannst du tun, damit dein raucherbedingtes Asthma besser wird?

Asthma lässt sich ebenfalls nicht vollständig heilen, der Verlauf ist jedoch nicht so schwerwiegend wie der von COPD und ermöglicht Patienten oft, mit Hilfe von Medikamenten ein symptomfreies Leben zu führen. Aber pass auf: Asthma kann bei fehlender oder falscher Behandlung die Vorstufe zur COPD sein! Am besten ist auch hier: Du hörst schnell mit dem Rauchen auf!

Das Rauchen einzustellen wirkt sich eindeutig positiv auf den Verlauf der Erkrankung aus und hemmt die Beschwerden. Das merkst du bereits schon wenige Tage nach der letzten Zigarette!

Woran merke ich, dass es meiner Raucherlunge ohne Rauchen besser geht?

Schon nach zwei bis vier Wochen merkst du, dass deine Puste wieder besser wird. Viele ehemalige Raucher schildern das. Ob beim Sport, Treppensteigen oder anderen Anstrengungen: Auch du solltest schnell merken, dass alles wieder leichter fällt. Solltest du noch nicht an chronischen Krankheiten wie COPD erkrankt sein oder noch keine dauerhaften Schäden an der Lunge entstanden sein, dann kann sich dein Lungenvolumen innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder komplett regenerieren und vergleichbar sein mit dem eines Nichtrauchers deines Alters. ⁶ Aber auch bei COPD verbessert sich dein Lungenvolumen wieder. Wichtig dafür ist: Du darfst nicht nur weniger rauchen, sondern musst ganz auf Tabak verzichten. Denn bereits eine Zigarette stoppt die Regeneration.

Fazit

Unterm Strich ist es einfach so, dass das Rauchen deiner Lunge keinen großen Gefallen tut und du dir nicht die Frage stellen musst, ob, sondern wann du eine Atemwegserkrankung bekommst. Bist du erst mal erkrankt, ist es leider meistens unmöglich, vollständig geheilt zu werden. Als Betroffener kämpfst du oft bis zum Lebensende mit den Folgen und bist an Medikamente gebunden. Wenn du es jedoch schaffst, komplett auf Tabakzigaretten zu verzichten, dann kann sich dein Leben wieder deutlich verbessern!

Als Betroffene oder Betroffener kämpfst du oft bis zum Lebensende mit den Folgen und bist an Medikamente gebunden. Wenn du es jedoch schaffst, komplett auf Tabakzigaretten zu verzichten, dann kann sich dein Leben wieder deutlich verbessern!

Also: Direkt handeln!

Quellen

1 Deutsche Lungenstiftung e.V.
2 ebenda
3 Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
4 Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)
5 Deutsche Lungenstiftung e.V.
6 Nach Dr. Thomas Saller, Netdoctor.de

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