Gründung

Warum machen wir das?

„Und plötzlich war sie nicht mehr da. Plötzlich ist eigentlich das falsche Wort.

Denn eigentlich war ich ja drauf eingestellt. Der Lungenkrebs war ja schon lange da. Der kam ja nicht über Nacht. Der kam vor ein paar Jahren. Und wir haben immer gedacht, das kriegen wir hin, das geht wieder weg. Aber es ging nicht wieder weg. Wir hatten alle schon mit 14 / 15 Jahren angefangen zu rauchen. Damals war das noch cool. Wer cool sein wollte, der hat geraucht. Die Coolen standen auf dem Schulhof in der Raucherecke, die Streber waren woanders.

Die letzten Jahre hat sich das nicht mehr so cool angefühlt. Den meisten ist nichts passiert, jedenfalls bis heute sind fast alle gesund und munter. Aber ausgerechnet meine Frau ist tot. Mit Mitte 30. Und ich bin jetzt wieder allein.“ Ungefähr so waren die Worte von Chris. Sehr eindringend. Bewegend. Auf den Punkt. Ich werde den Abend nie vergessen. Sollte ein gemütlicher Grillabend werden im Sommer – aber natürlich war es noch viel zu früh, so lange war das Ganze noch nicht her. Und so kamen wir auf das Thema. Und stellten fest: Krebs ist keine Seltenheit. Viele von uns haben schon einmal mit dem Thema Berührung gehabt. Im Freundes- und Bekanntenkreis, oder in der eigenen Familie. Und an diesem Abend war es nicht anders. Einige von uns haben geliebte Menschen verloren. Oder haben Menschen im Umkreis, die mit den gesundheitlichen Folgen zu kämpfen haben. Nicht nur Krebs, Atemnot ist viel häufiger. Aber eines haben alle gemeinsam: Sie sind oder waren leidenschaftliche Raucher.

Jemanden im Alter von 82 zu verlieren, der sein Leben gelebt, Träume verwirklichen konnte und das Leben genossen hat ist schlimm, aber mag normal sein. Einen gemeinsamen Freund im Alter von Mitte 30 an Lungenkrebs leiden und sterben zu sehen mit Sicherheit nicht. Es einfach so hinnehmen zu müssen, machtlos zu sein, mit anschauen zu müssen, wie es zu Ende geht macht wütend und traurig zugleich.

Und so entstand die Idee. Vielleicht kann man was tun?

Schon lange habe ich mich mit dem Thema Coaching befasst und unter anderem einigen Menschen geholfen, ihren Plan – mit dem Rauchen aufzuhören – auch wirklich durchzuziehen. Hauptberuflich habe ich Kontakte und Möglichkeiten im Gesundheitssystem. Und auch andere in der Runde hatten Ideen. Haben Kontakte zu Menschen, die was machen können, die uns am Anfang helfen können. Und so fing alles klein an.

Wer sind wir?

Hallo, mein Name ist Franziska. Ich bin Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Rauchentwöhnung e.V. In meinem beruflichen Alltag bin ich Pflegedirektorin eines großen Krankenhauses mitten im Ruhrgebiet. Durch meinen Beruf habe ich zahlreiche Fachärzte und Experten zu den Themen Lungen- und Krebserkrankungen kennenlernen dürfen. Dadurch hat sich ein beständiges Netzwerk entwickelt, welches aus Ärzten, Fachpflegern, Krankenkassen, Therapeuten und Coachingkollegen besteht.

Ein tolles Team ist entstanden. Mittlerweile können wir mit einem eingespielten Team vielen Menschen Tag für Tag helfen. Wir beraten, betreuen und begleiten kostenlos, in der Regel per Telefon oder auch im Coaching online.

Für die meisten Gefahren, in die wir uns im täglichen Leben bewusst begeben, gibt es einen Rettungsplan. Falls es mal anders läuft als geplant gibt es den „Notausschalter“ bevor aus Gefahr Tod wird. Für Raucher gibt es das nicht. Wenn der Krebs einmal diagnostiziert ist, dann ist es oft zu spät. Nur mit viel Glück kann er besiegt werden, oft ist er aber einfach stärker, zu weit fortgeschritten.

Da es aber derzeit noch kein Mittel oder Impfung gibt, das Krebs im Allgemeinen zu 100% immer heilen bzw. davor schützen kann, ist es uns wichtig, dir zu helfen, dich zu unterstützen und zu beraten, was man frühzeitig tun kann. Das ist unsere Motivation, unser Ziel und ein Grund für die Entstehung von Rauchentwöhnung e.V.

Heute, ca. 3 Jahre später, können wir bei unserem gemeinsamen Grillabend alle zusammen stolz auf mehr als 6.000 erfolgreiche Rauchentwöhnungen zurückblicken. Die Gespräche und die Dankbarkeit, die gesundheitlichen Verbesserungen und das Gefühl wirklich etwas geschafft zu haben, erfüllt mich mit Stolz.

Ich bin sehr dankbar, für das was unser Team bereits erreicht hat. Und ich freue mich auf jede weitere erfolgreiche Rauchentwöhnung. Es ist nie zu spät für positive Veränderungen im Leben.

Eure Franziska

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