Verursacht Rauchen Krebs?

Das Thema Rauchen und Krebs ist eng miteinander verbunden. Rauchen zählt weltweit zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken und ist eine der Hauptursachen für zahlreiche Krebsarten. Doch wie groß ist dein Risiko wirklich? Wie lange Rauchen, bis Krebs entsteht und welche Faktoren beeinflussen dieses Risiko? Hier bekommst du Antworten auf häufige Fragen – basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Innerhalb der letzten 5 Jahre wurde in Deutschland bei über 1.700.000 Menschen eine Krebserkrankung diagnostiziert.1 Krebs ist hierzulande an Position 2 aller Todesursachen. Das heißt, dass innerhalb der letzten 5 Jahre bei jedem 49. Deutschen eine Krebserkrankung entstanden ist!

Was heißt das für dich als Raucherin oder Raucher? Wo liegt der Zusammenhang zwischen Zigaretten und Krebs?

Es ist ganz einfach: Ein Drittel der Krebserkrankungen ist auf das Rauchen zurückzuführen. Im Prinzip also eigenverschuldet. Unter den in den letzten 5 Jahren diagnostizierten Krebserkrankungen waren also rund 560.000 Raucher betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Anzahl der Raucher 2021 auf ca. 17,2 Millionen.2 Statistisch bedeutet das für dich: Dein Risiko, innerhalb von 5 Jahren an Krebs zu erkranken, liegt bei 1 zu 30.

Wie lange rauchen, bis Krebs entsteht?

Es gibt keine feste Antwort darauf, wie lange man rauchen kann, ohne Krebs zu bekommen. Wie viele Raucher bekommen Krebs? Dein Risiko hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Dauer des Rauchens: Je länger du rauchst, desto größer wird dein Risiko.
  • Menge der konsumierten Zigaretten: Wer täglich mehr raucht, setzt sich einer größeren Belastung krebserregender Stoffe aus. Aber auch schon eine Tabakzigarette pro Tag erhöht dein Krebsrisiko um bis zu 30%.
  • Genetische Veranlagung: Manche Menschen sind genetisch anfälliger für Krebserkrankungen.

Studien zeigen, dass bei Menschen, die 20 Jahre lang täglich rauchen, das Risiko für bestimmte Krebsarten – wie Lungenkrebs – um ein Vielfaches steigt. Besonders bedenklich: Selbst ein gelegentlicher Konsum kann langfristig das Risiko erhöhen. Lungenkrebs durch Rauchen tritt unter den verschiedenen Krebsarten mit 85%-90% am häufigsten auf.

Krebs durch Rauchen – wie viel Prozent der Raucher bekommen Krebs bzw. umgekehrt: Wie viele der Krebsdiagnosen sind auf das Rauchen zurückzuführen?

Etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen ist auf das Rauchen zurückzuführen. Dies betrifft besonders Lungenkrebs, aber auch viele andere Krebsarten wie:

  • Darmkrebs
  • Mundhöhlenkrebs
  • Kehlkopfkrebs
  • Speiseröhrenkrebs
  • Blasenkrebs

Verursacht Rauchen Lungenkrebs – Lüge oder Fakt? Wie ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs?

Der Zusammenhang ist äußerst groß. Bei 9 von 10 Männern sowie 6 von 10 Frauen ist eine Lungenkrebsdiagnose auf das Rauchen zurückzuführen. Die Gefahr wächst, umso mehr Schadstoffe aus den Zigaretten und hier im speziellen Teerpartikel in die Lunge gelangen. Je länger du also rauchst, je mehr Tabakzigaretten du pro Tag konsumierst und umso tiefer du den Rauch in deine Lunge ziehst, desto größer wird dein Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Durchschnittlich 22.000 Frauen und 36.000 Männer erkranken allein in Deutschland jedes Jahr an Lungenkrebs, Rauchen ist eine der häufigsten Ursachen.3 Pro Jahr versterben ca. 45.000 Menschen an Lungenkrebs, darunter sind ca. 64% Männer, auch weil Männer immer noch den größeren Teil der Raucher ausmachen. Die Sterberate der Krebspatienten liegt innerhalb der ersten 10 Jahre ab Diagnose „Lungenkrebs“ bei 88% bei Frauen und 90% bei Männern (im Vergleich zu der Bevölkerung gleichen Geschlechts und Alters).4

Rauchen Krebsrisiko: Wie ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Darmkrebs?

Ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs hängt sowohl von den Genen und Vererbung ab, aber auch von der Lebensweise. Auf der einen Seite begünstigen schlechte Ernährung, Bewegungsmangel und daraus resultierend Übergewicht das Darmkrebsrisiko, auf der anderen Seite aber auch der Konsum von Alkohol oder Zigaretten. Knapp 25.000 Menschen der 58.000 Erkrankten versterben jährlich an Darmkrebs. Von 100 Verstorbenen, deren Grund für die Krebserkrankung das Rauchen war, hatten rund 8 Krebsgeschwüre im Darm. Die Überlebensrate der Krebspatienten liegt innerhalb der ersten 10 Jahre ab Diagnose „Darmkrebs“ bei Frauen bei 60% und bei Männern bei 56% (im Vergleich zu der Bevölkerung gleichen Geschlechts und Alters).4

Krebs durch Rauchen: Wie ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Mundhöhlenkrebs?

Eine sehr unangenehme Form der Krebserkrankungen ist der Mundhöhlenkrebs, der jährlich rund 14.000 Menschen in Deutschland befällt. Sichtbare Geschwüre bilden sich unter anderem an Lippen, Zunge, Gaumen, Rachen und Mundboden. Auch hier ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Erkrankung sehr groß. Laut einer Studie der Universität von Kalifornien sind 80% der Erkrankten Raucher. Die Gefahr wächst, je länger du rauchst und umso mehr Zigaretten du pro Tag rauchst. In der Tabakzigarette sind viele verschiedene Giftstoffe enthalten. Wenn die Zigaretten dann auch zusätzlich und regelmäßig mit Alkohol kombiniert werden, steigt das Risiko für Mundhöhlenkrebs noch weiter an. Die Sterberate der Krebspatienten liegt innerhalb der ersten 10 Jahre ab Diagnose „Mundhöhlenkrebs“ bei 48% bei Frauen und 65% bei Männern (im Vergleich zu der Bevölkerung gleichen Geschlechts und Alters).4

Rauchen Krebsrisiko: Wie ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Kehlkopfkrebs?

Mit einer Zahl von jährlich knapp 4.000 erkrankten Menschen ist diese Krebsart vergleichsweise seltener. Dennoch sind zu 77% Raucher betroffen.5 Wie beim Lungenkrebs und Mundhöhlenkrebs steigt jedoch auch das Risiko für Kehlkopfkrebs mit der Dauer und Menge an konsumierten Tabakzigaretten. Auch hier wird das Risiko durch die Kombination mit Alkohol weiter verschärft. Die Überlebensrate der Krebspatienten liegt innerhalb der ersten 10 Jahre ab Diagnose „Kehlkopfkrebs“ bei Frauen bei 51% und bei Männern bei 48% (im Vergleich zu der Bevölkerung gleichen Geschlechts und Alters).4

Krebs durch Rauchen: Wie ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Speiseröhrenkrebs?

Hier sind es ca. 7.000 Menschen, die jährlich an Speiseröhrenkrebs erkranken. Die Sterberate ist relativ hoch und liegt durchschnittlich bei ca. 5.500 Menschen innerhalb eines Kalenderjahres.3 Auch hier steigt das Risiko mit der Dauer und Menge an konsumierten Tabakzigaretten sowie dem gleichzeitigen Genuss von Alkohol. Denn ca. 75% der Krebsgeschwüre in der Speiseröhre sind darauf zurückzuführen. Wer zum Beispiel 30 Tabakzigaretten pro Tag raucht hat im Vergleich zum Nichtraucher ein 6 mal so hohes Risiko auf ein Karzinom der Speiseröhre.5 Die Sterberate der Krebspatienten liegt innerhalb der ersten 10 Jahre ab Diagnose „Speiseröhrenkrebs“ bei 78% bei Frauen und 84% bei Männern (im Vergleich zu der Bevölkerung gleichen Geschlechts und Alters).4

Rauchen Krebsrisiko: Wie ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Blasenkrebs?

Rund 16.000 Menschen erkranken jährlich an Blasenkrebs. Die Sterberate liegt hier durchschnittlich bei knapp 6.000 Menschen innerhalb eines Jahres.3 „Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern das vierfache Risiko an Blasenkrebs zu erkranken“, sagt Need Freedman vom nationalen Krebsinstitut der USA. Die Überlebensrate der Krebspatienten liegt innerhalb der ersten 10 Jahre ab Diagnose „Blasenkrebs“ bei Frauen bei 67% und bei Männern bei 62% (im Vergleich zu der Bevölkerung gleichen Geschlechts und Alters).4

Wie viel Prozent der Nichtraucher bekommen Krebs?

Auch Nichtraucher können an Krebs erkranken. Doch der Vergleich zeigt deutliche Unterschiede:

  • Etwa 15–20 % aller Krebserkrankungen betreffen Nichtraucher.
  • Im Gegensatz dazu erkranken Raucher deutlich häufiger, da sie täglich krebserregenden Stoffen ausgesetzt sind.

Als Nichtraucher profitierst du von einem gesünderen Lebensstil und hast ein wesentlich geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken.

Warum ist Rauchen so gefährlich? Ist Nikotin der Grund für dein erhöhtes Krebsrisiko als Raucher? Verursacht auch die E-Zigarette Krebs?

Nein, Nikotin ist der Hauptsuchtstoff in der Tabakzigarette, gilt aber nicht als krebserregend.

In der Tabakzigarette sind rund 80 verschiedene krebserregende Stoffe, unter anderem:

  • Arsen, Blei, Cadmium und Benzol: Chemikalien, die direkt deine Zellen schädigen
  • Radioaktives Polonium-210: Dieses Element gelangt in deine Lunge und erhöht das Risiko von Zellmutationen.
  • Teerpartikel: Verursachen Entzündungen und verändern das Gewebe in deiner Lunge.

In der E-Zigarette und sog. Inhalern sind all diese krebserregenden Stoffe nicht enthalten.

Rauchen Krebsrisiko – Was passiert, wenn du mit dem Rauchen aufhörst?

Dein Risiko für Krebs sinkt sofort, wenn du mit dem Rauchen aufhörst. Studien zeigen:

  • Bereits nach 5 Jahren reduziert sich dein Risiko für viele Krebsarten deutlich.
  • Beim Lungenkrebs ist dein Risiko nach 10 Jahren nur noch halb so hoch wie bei einem aktiven Raucher.6

Langfristig erreichst du fast das gleiche Risiko wie Nichtraucher – vorausgesetzt, du bleibst konsequent rauchfrei.

Rauchen Krebs – Was kannst du tun?

Es gibt viele Wege, mit dem Rauchen aufzuhören. Unterstützende Methoden wie Nikotinersatztherapien, Verhaltenstherapien oder spezielle Programme zur Tabakentwöhnung können dir helfen. Jeder Tag ohne Rauchen verringert dein Risiko und verbessert deine Lebensqualität. Auch der Umstieg auf das Dampfen mit der E-Zigarette kann dir helfen.

Starte jetzt und reduziere dein Krebsrisiko! Vereinbare einen Termin oder informiere dich über effektive Methoden der Rauchentwöhnung.

Rauchen ist eine der größten vermeidbaren Ursachen für Krebs. Jede Zigarette weniger ist ein Schritt in Richtung Gesundheit und ein längeres Leben – fang noch heute damit an!

Wenn du Unterstützung beim Rauchstopp suchst, nimm noch heute Kontakt mit uns auf, um einen kostenlosen Beratungstermin bei uns zu vereinbaren. Du erreichst uns jederzeit telefonisch, per E-Mail oder kannst bequem über unseren Kalender einen Termin mit einem unserer Berater vereinbaren

Quellen

1 Robert Koch-Institut, Zentrum für Krebsregisterdaten (2021)
2 World Health Organization (WHO)
3 Robert Koch-Institut, Zentrum für Krebsregisterdaten (2021)
4 ebenda
5 DIGIMED Verlag GmbH
6 Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Tabakatlas Deutschland 2020, Deutsches Krebsforschungszentrum in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut.

Tobacco Control (TOB CONTROL), Contribution of smoking-related and alcohol-related deaths to the gender gap in mortality: evidence from 30 European countries, Gerry McCartney, Lamia M. Hayawi, Alastair H Leyland, G David Batty and Kate Hunt

American Association for Cancer Research (2010). Breast cancer linked to environmental smoke exposure among Mexican women.

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