Die Abhängigkeit von der Zigarette verstehen
Wenn du mit dem Rauchen aufhören möchtest, ist ein Grundverständnis der eigenen Abhängigkeit von großer Bedeutung. Ohne es vielleicht zu wissen, bist du als Raucher gleich doppelt süchtig. Deine Abhängigkeit nach Tabakrauch lässt sich in eine körperliche Abhängigkeit und eine psychische Abhängigkeit unterteilen. Beide Abhängigkeiten sind typabhängig stark ausgeprägt.
Woran liegt das?
In deinem Gehirn gibt es ein „Belohnungssystem“. Dieses Belohnungssystem ist überlebenswichtig. Bei lebenswichtigen Tätigkeiten wie Essen und Arterhalt (Sex) wird im Gehirn der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet, der ein gutes Gefühl schenkt.1
Jedes Mal, wenn du rauchst, fügst du deinem Körper Nikotin zu. Das in deinen Zigaretten enthaltene Nikotin erzeugt ebenfalls den Ausstoß von Dopamin. So wird auch hier dein Belohnungszentrum aktiv angeregt. Dein Gehirn registriert und merkt sich dieses gute Gefühl.2 Du merkst es beispielhaft daran, dass du in stressigen Situationen eher das Verlangen nach einer Zigarette verspürst und das Gefühl hast, die Zigarette würde dich entspannen oder beruhigen. Dafür ist unter anderem das Nikotin verantwortlich. Zusätzlich regt Nikotin im Gehirn bestimmte Areale an, die für eine Steigerung der Aufmerksamkeit und Konzentration zuständig sind. So kann Nikotin dich für den Moment wacher und fitter machen.3 Diese zugegebenermaßen nicht unbedingt negativen Eigenschaften von Nikotin, sorgen für ein erhöhtes Suchtpotential. Nikotin hat ein sehr hohes Suchtpotential. Dein Körper reagiert schnell mit ersten Entzugserscheinungen. Klassisch merkst du es unter anderem an erhöhter Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, steigender Unruhe, Nervosität und Unkonzentriertheit, wenn du dein Rauchintervall verkürzt.4
Das sind klassische Entzugserscheinungen deiner körperlichen Abhängigkeit nach Nikotin. Doch das ist nicht alles. Die noch hartnäckigere Abhängigkeit ist psychischer Natur. Dein Gehirn verknüpft nach einiger Zeit automatisch gewisse Situationen mit dem Rauchen. So zeigt es sich unter anderem in deinen Ritualen und Gewohnheiten, dass du beispielsweise morgens zum Kaffee oder nach dem Essen immer eine rauchen möchtest. Diese entstehenden Routinen speichert dein Gehirn ab. Es fällt dir nicht direkt auf, aber dein Gehirn wird diese Situationen zukünftig immer mit einer Zigarette verknüpfen. Zum Beispiel die klassische „Zigarette danach“. Ein weiteres Beispiel ist das gemeinsame Rauchen in Gesellschaft, vor allem in kurzen Zigarettenpausen. Wenn du mit deinen Kolleginnen und Kollegen in der Pause zusammenstehst und rauchst, so wird die Zigarette mit dem positiven Gefühl der Pause verbunden. Diese Gewohnheiten, die du dir über Jahre antrainiert hast, und die damit verbundenen Rituale geben dir Halt und machen es besonders schwer, das Rauchen aufzuhören.5
Du siehst, auf der einen Seite hast du den körperlichen Entzug vom Nikotin zu bewältigen, auf der anderen Seite müssen lieb gewonnene Gewohnheiten abtrainiert werden, was viel schwieriger ist.
Die psychische Abhängigkeit zeigt sich auch in dem Gefühl, etwas in der Hand oder im Mund zu haben. Die Bewegung Hand zum Mund hast du in den letzten Jahren zu tausendfach wiederholt, diese Gewohnheit zu durchbrechen ist nicht einfach.
Wenn du also wirklich langfristig mit dem Rauchen aufhören möchtest und nicht nur kurze Erfolge verzeichnen willst, ist die Beseitigung beider Abhängigkeiten alternativlos.
Um herauszufinden, mit welchem Weg du beide Abhängigkeiten mit hoher Erfolgsaussicht loswirst, empfiehlt sich ein kostenloses Beratungsgespräch. (Kalender)
Quellen
1 Neurowissenschaftliche Gesellschaft e.V., Tanja Krämer, 2013
2 Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), 2008
3 Stiftung Gesundheitswissen, Berlin
4 Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), 2008
5 Ebenda
