Katja U.

Katja-U.

Hallo Herr Richter,

gerne komme ich Ihrer Bitte nach.

Ich bin weiblich, 53 Jahre und habe 37 Jahre geraucht. Klar weiß man das es schädlich ist und daher hatte ich schon einige Versuche von dem blöden Glimmstengel wegzukommen hinter mir.

Nach einer großen Rücken-OP wurde ich mit zurückgebliebenen Dauerschmerzen in eine Reha geschickt. Dort wurde natürlich sehr großen Wert darauf gelegt, dass ich mit dem Rauchen aufhöre. Ich sollte es mit einer Elektrozigarette versuchen wenn ich es sonst schon nicht geschafft habe.

Also kaufte ich mir eine Elektrozigarette. Doch leider blieb der Erfolg aus. Ich fühlte mich schnell überfordert, alleine gelassen und kein Mensch ging auf meine Probleme ein. Da müsse man halt mal stark bleiben.

Aus diesem Grund war ich auch sehr skeptisch als ich damals mit einer netten Dame von der Raucherentwöhnung telefonierte. Doch sie nahm sich sehr viel Zeit, hörte sich meine Probleme an und bat mich es nochmals mit Betreuung zu versuchen. Es war Winter und es kotzte mich schon die ganze Zeit an dass alles nach Rauch stinkt.

In den Sommermonaten hält man sich viel draußen auf und es fällt einem nicht so auf. Also stimmte ich zu und dachte ich habe ja nichts zu verlieren. So bekam ich mein erstes Päckchen von schwarzer Balken. Mit telefonischer Einweisung und Tips startete ich das Projekt. Ich merkte gleich das die zugeschickte Elektrozigarette ganz anders war als diejenige die ich in der Reha hatte. Die Vorgehensweise war auch eine ganz andere. Bisher wurde mir immer nur erzählt du darfst das nicht, das ist verboten usw. usw. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt täglich ca. 40 Zigaretten geraucht und war mir wirklich nicht sicher ob das alles funktioniert. Das Interesse wurde geweckt als mit mir in einem Gespräch abgesprochen wurde das ich 6 Zigaretten pro Tag rauchen müsse und mir den Zeitpunkt aussuchen darf. Wie geht das ich höre auf zu rauchen aber ich muss rauchen? Die restliche Zeit des Tages solle ich versuchen die Elektrozigarette zu nutzen. Der Druck war einfach weg. Ich muss keinem etwas beweisen. Keiner kontrolliert mich ständig. Was soll ich sagen nach ca. 3 Tagen dachte ich nachmittags: „Mm würde viel lieber jetzt eine Dampfe mit Vanillegeschmack zum Kaffee rauchen.“ Also blieb die Zigarette weg. Nach einer Woche habe ich nur noch morgens zum Kaffee eine Zigarette geraucht. In der 2. Woche wurde es mir schon nur bei dem Gedanken an den Geschmack einer Zigarette schlecht. Hatte eigentlich diese eine Zigarette nur bei behalten damit ich auf Toilette gehen konnte. So kam es, dass ich innerhalb 3 Wochen rauchfrei wurde und habe es bis heute nicht bereut. Ich liebe es verschiedene Geschmäcker zu dampfen, gerade wonach ich Lust habe. Ich rieche viel besser. Mein Husten wurde am Anfang etwas schlimmer, aber dieser war nach den ersten 5 Wochen komplett verschwunden. Ich spare viel Geld. Ok ich gebe zu, ich habe mir dann noch eine zweite Dampfe gekauft, weil mich der Gedanke, der Akku könne leer sein oder die Dampfe kaputt gehen verrückt gemacht hat. Seitdem ich die zweite Dampfe hatte war ich total tiefenentspannt. Klar möchte man am Anfang auch viel ausprobieren und man versucht einige Liquids. Aber das ist ja das tolle am Dampfen. Nichts muss, alles ist möglich.

Klar gab es am Anfang auch Probleme. Pod abgesoffen, schmeckt irgendwie nicht aber die Leute von schwarzer Balken haben mich immer unterstützt und gut weiter geholfen.

Ich bin nun seit 26.01.2021 rauchfrei und ich bin stolz drauf. Ich konnte sogar meinen Nikotingehalt um einiges runter schrauben. Mein Ziel ist es auf null Nikotin zu kommen und dann die Dampfe nur noch als eine Art Belohnung zu nutzen. So wie andere vielleicht ein Eis essen oder ein Glas Wein zum Feierabend trinken. Aber ich will mir keinen Stress machen. Wenn es noch 1 Jahr dauert, dann ist es halt so.

Danke an den Raucherentwöhnungsverein und schwarzer Balken das ihr mir dabei geholfen habt endlich von den Glimmstengeln weg zu kommen.

Viele Grüße

Ihre Katja U. aus S.
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